Théâtre des Bouffes-Parisiens
THEATER

Théâtre des Bouffes-Parisiens

Das Théâtre des Bouffes-Parisiens im 2. Arrondissement ist historisch einer der bedeutendsten Pariser Bühnen und der Geburtsort der Operette als eigenständiger Gattung. 1855 von Jacques Offenbach persönlich gegründet, ursprünglich in den Champs-Élysées als Sommerbühne, zog die Kompanie 1856 in das heutige Haus in der Rue Monsigny. Hier wurden die bahnbrechenden Einakter Offenbachs uraufgeführt, darunter Les Deux Aveugles (1855), sowie später die abendfüllenden Meisterwerke Orphée aux Enfers (1858) und La Belle Hélène (1864). Das intime Haus mit rund 650 Plätzen behält bis heute seine charakteristische schmale Bühne und den reich verzierten Rokoko-Zuschauerraum. Nach Offenbachs Tod und über das 20. Jahrhundert hinweg war das Haus vor allem Boulevard-Bühne für Komödien und Boulevard-Klassiker; Louis Jouvet inszenierte hier in den 1930ern. Seit den 2000er Jahren hat das Haus seine musikalische Tradition wiederentdeckt und produziert regelmäßig Offenbach und andere kleinformatige Operetten.

Schon gewusst?

Jacques Offenbach gründete und leitete dieses Haus persönlich — über 25 Operetten führte er hier selbst uraufgeführt, ein produktives Werk, das die Grundlage des modernen Musiktheaters legte.