Theater Trier
MEHRSPARTENHAUS

Theater Trier

Trier, Deutschland

Das Theater Trier ist das städtische Theater der Stadt Trier und als Dreispartenhaus mit den Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz (Ballett) eine der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Region. Es besteht in seiner institutionellen Form seit 1802. Seit der Spielzeit 2025/26 leitet Lajos Wenzel das Haus als alleiniger Intendant. Die Trierer Theatertradition geht auf eine Verfügung des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte zurück. Anlässlich seines Besuchs in der damals französisch besetzten Stadt ordnete er am 28. August 1802 an: „Das Kapuzinerkloster wird bestimmt zur Einrichtung eines Schauspielhauses.“ In dem so entstandenen Gebäude an der Fahrstraße spielte das Theater bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die letzte Vorstellung vor der nationalsozialistisch angeordneten Schließung fand am 16. Juli 1944 mit Richard Strauss’ Der Rosenkavalier statt. Am 23. Dezember 1944 wurde das Theatergebäude in der Fahrstraße bei einem alliierten Luftangriff zerstört. Nach Kriegsende nahm das Theater zunächst im Treviris-Saal (bis 1950) und anschließend im Bischof-Korum-Haus in der Rindertanzstraße (1950–1964) Spielbetrieb auf. Am 12. Januar 1962 wurde der Grundstein für einen Neubau am Augustinerhof gelegt, der nach Plänen des Architekten Gerhard Graubner errichtet wurde. Am 27. September 1964 eröffnete das Theater im Neubau mit Beethovens Fidelio.

Schon gewusst?

Trier ist die älteste deutsche Stadt — gegründet von Kaiser Augustus 16 v. Chr. — und das Theater pflegt diese antike Tradition mit regelmäßigen Inszenierungen römischer Stoffe und Verbindungen zur klassischen Antike.