Theater Erfurt
MEHRSPARTENHAUS

Theater Erfurt

Erfurt, Deutschland

Das Theater Erfurt ist ein Theater in öffentlicher Trägerschaft der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Hauptspielstätte ist der im September 2003 fertiggestellte Neubau im Stadtteil Brühlervorstadt, gelegen zwischen dem Domberg und der barocken Festungsanlage des Petersberges. Das Programm des Theaters konzentriert sich auf ein breites Musiktheater- und Konzertangebot auf der Großen Bühne mit 800 Plätzen sowie der Studiobühne mit 200 Plätzen. Bespielt wird es vom zum Theater gehörenden Philharmonischen Orchester Erfurt. Zudem werden Tanz- und Schauspiel-Gastspiele angeboten. Das Theater Erfurt ist außerdem Veranstalter der jährlich stattfindenden DomStufen-Festspiele. Seit 1756 stellte Erfurt sein Ballhaus und dessen Gartenpavillon – den heutigen Kaisersaal in der Futterstraße – als Spielstätte für wandernde Schauspieltruppen zur Verfügung. Da Erfurt im Gegensatz zu Weimar und Gotha nicht Residenzstadt war, gab es keine Institution, die ein festes Theater hätte tragen können. Trotz ihrer Größe und Bedeutung blieb die Stadt bis Ende des 19. Jahrhunderts auf Wanderbühnen und Gastspiele des Weimarer Hoftheaters angewiesen. Anlässlich des Fürstenkongresses 1808 kamen jedoch Napoleons Hofschauspieler der Comédie Française nach Erfurt und spielten vor den gekrönten Häuptern Europas. Unter den Mitwirkenden waren auch der berühmte Schauspieler François-Joseph Talma sowie der Geiger und Komponist Louis Spohr.

Schon gewusst?

Das Theater Erfurt eröffnete 2003 als modernes Drei-Sparten-Haus mit ungewöhnlichem Innenraum: Der Saal mit 800 Sitzen ist asymmetrisch geformt, um optimale Akustik und Sicht zu gewährleisten.