Das Schauspielhaus am Goetheplatz ist die zentrale Spielstätte des Theater Bremen für Oper und Schauspiel. Das Theater Bremen ist seit Jahrzehnten für sein dezidiert politisches Profil und seine konsequente Förderung neuer Dramatik bekannt. Theatergeschichte schrieb das Haus vor allem in den 1960er und frühen 1970er Jahren: Die legendäre „Bremer Stilbühne" um Intendant Kurt Hübner versammelte junge Regisseure wie Peter Stein, Peter Zadek und Klaus Michael Grüber und Bühnenbildner wie Wilfried Minks, die von hier aus das bundesdeutsche Regietheater revolutionierten. Viele dieser Künstler wurden später zu prägenden Figuren der großen Häuser in Berlin, Hamburg und München. Bis heute versteht sich das Theater Bremen als experimentierfreudige Bühne, die Risiko und gesellschaftliche Relevanz höher gewichtet als gefälligen Repertoirebetrieb.
Die „Bremer Stilbühne" der 1960er gilt als Geburtsort des modernen deutschen Regietheaters — von hier aus eroberten Peter Stein und Peter Zadek die großen Bühnen der Republik.
