Das Stadttheater Passau, untergebracht im 1783 als Fürstbischöfliches Opernhaus errichteten Gebäude, ist eines der ältesten erhaltenen Theatergebäude Bayerns und Spielstätte des Landestheaters Niederbayern. Der Saal mit rund 500 Sitzen bewahrt seinen klassizistischen Charakter mit drei Rangebenen. Anders als die meisten Stadttheater verfügt Passau über kein eigenes Ensemble, sondern wird hauptsächlich vom Landestheater Niederbayern bespielt, ergänzt durch hochwertige Gastspiele aus dem deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt auf Sprechtheater, Musiktheater und Operette. Die einzigartige Lage am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz und die historische Verbindung zu Wien — Passau war jahrhundertelang die größte Diözese des Heiligen Römischen Reiches — prägen die kulturelle Identität des Hauses.
Das Theatergebäude wurde von Fürstbischof Joseph Franz Anton Auersperg in Auftrag gegeben — Passau galt damals als kulturelle Brücke zwischen Bayern und Österreich.
