Stadttheater Bremerhaven
MEHRSPARTENHAUS

Stadttheater Bremerhaven

Bremerhaven, Deutschland

Das Stadttheater Bremerhaven ist ein 1867 gegründetes Mehrspartentheater im Zentrum Bremerhavens mit Aufführungen von Opern, Operetten, Musicals, Ballett, Schauspiel und Jungem Theater. Die 1911 gebaute Spielstätte wurde bei dem schweren Bombenangriff in der Nacht des 18. September 1944 vollständig zerstört. Reste der Jugendstil-Fassade wurden in das 1950 bis 1952 neu gebaute Theatergebäude integriert. Das Bauwerk wurde 1977 unter Bremer Denkmalschutz gestellt. 1999 bis 2000 erfolgten umfangreiche An- und Umbauten sowie Modernisierungen des gesamten Gebäudekomplexes mit Werkstätten und Probebühnen. Die Geschichte Bremerhavens geht auf das Jahr 1827 zurück, als der Bremer Bürgermeister Johann Smidt vom Königreich Hannover ein Stück Land nördlich der Mündung der Geeste in die Weser erwarb und den Bau eines Hafens beauftragte, weil Bremen aufgrund der Stromverhältnisse in der Weser für Seeschiffe nicht mehr erreichbar war. Bereits um 1837 fanden die ersten Theateraufführungen in Bremerhaven durch reisende Schauspielergesellschaften statt und um 1840 die ersten Theateraufführungen in einem Schuppen mit 200 Plätzen in der Fährstraße an der Geeste. Wenige Jahre danach zogen das Theater in ein neues Haus mit 300 Plätzen an der Ecke Mittel- und Leher Straße (heute Sitz der Weser-Elbe-Sparkasse) um. Das Theater im Volksgarten erlebte seine erste Opernaufführung am 3. Oktober 1849 mit Die weiße Dame von François-Adrien Boieldieu. Um 1854 gründeten sich die Vereinigten Theater, die im Tivoli in der Grazer Straße spielten.

Schon gewusst?

Das Stadttheater Bremerhaven ist das einzige Mehrsparten-Theater an der Nordseeküste — Bremerhaven war im 19. Jahrhundert wichtigster Auswandererhafen Europas, und das Theater pflegt diese maritime Tradition.