Biografie
Henrik Ibsen wurde 1828 in Skien in Südnorwegen geboren und gilt als Vater des modernen Dramas. Mit Stücken wie „Ein Puppenheim" (Nora), „Hedda Gabler", „Gespenster" und „Die Wildente" revolutionierte er das europäische Theater und machte die Bühne zum Forum gesellschaftlicher Debatten. „Peer Gynt", vertont von Edvard Grieg, wurde zum norwegischen Nationalepos. Ibsen lebte siebenundzwanzig Jahre im selbstgewählten Exil in Italien und Deutschland, wo der Großteil seiner bedeutendsten Werke entstand. Seine Stücke provozierten bei ihrer Uraufführung regelmäßig Skandale, weil sie Tabuthemen wie die Stellung der Frau, Vererbung und gesellschaftliche Heuchelei ansprachen. Ibsens Einfluss auf die Dramatik des 20. Jahrhunderts – von Tschechow über Shaw bis Miller – ist kaum zu überschätzen. Er starb 1906 in Kristiania, dem heutigen Oslo.
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