Über das Werk
Henrik Ibsens Schauspiel in vier Akten wurde 1891 in München uraufgeführt und zählt zu den wichtigsten Dramen des europäischen Realismus. Das Werk analysiert die Zerstörungskraft einer Frau, die in den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit gefangen ist.
Handlung
Die Generalstochter Hedda hat den langweiligen Akademiker Jörgen Tesman geheiratet und langweilt sich in ihrer Ehe. Als der geniale, aber labiler Eilert Løvborg mit seinem neuen Manuskript wieder auftaucht, manipuliert Hedda ihn in den Untergang: Sie verbrennt sein Werk und gibt ihm eine Pistole, damit er „schön" sterbe. Als der Richter Brack sie mit seinem Wissen erpresst, sieht Hedda sich in einer ausweglosen Lage und erschießt sich.
Kulturelle Bedeutung
Hedda Gabler gilt als eine der komplexesten Frauenrollen der Theatergeschichte und als Ibsens schärfste Studie über die destruktive Wirkung gesellschaftlicher Enge auf einen unbändigten Geist. Das Stück bleibt ein Grundtext feministischer Theaterkritik und eine Paraderolle für große Schauspielerinnen.
