Biografie
Franz Lehár wurde 1870 in Komárom im damaligen Königreich Ungarn geboren und begründete die Silberne Ära der Wiener Operette. Mit „Die lustige Witwe", uraufgeführt 1905 am Theater an der Wien, schuf er einen Welterfolg, der die Operette als Kunstform rettete und internationalisierte. Lehár erweiterte die Gattung um sinfonische Tiefe und psychologischen Realismus, besonders in seinen späten Werken wie „Das Land des Lächelns" und „Giuditta". Seine Zusammenarbeit mit dem Tenor Richard Tauber wurde legendär und brachte unvergessliche Melodien hervor. Lehár war der Sohn eines Militärkapellmeisters und diente selbst als Militärmusiker, bevor er sich ganz der Komposition widmete. Sein Verhältnis zum nationalsozialistischen Regime war ambivalent – seine Frau Sophie war jüdischer Herkunft, dennoch wurde seine Musik protegiert. Lehár starb 1948 in Bad Ischl.
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