Über das Werk
Franz Lehárs Operette in drei Akten wurde 1905 am Theater an der Wien uraufgeführt und begründete die Silberne Ära der Wiener Operette. Das Libretto von Victor Léon und Leo Stein basiert auf Henri Meilhacs Lustspiel „L'attaché d'ambassade".
Handlung
Die reiche Witwe Hanna Glawari droht, ihr Vermögen durch eine Heirat mit einem Ausländer dem kleinen Balkanstaat Pontevedro zu entziehen. Der pontevedrinische Botschafter beauftragt den Lebemann Graf Danilo Danilowitsch, Hanna für das Vaterland zu gewinnen – doch Danilo und Hanna verbindet eine alte Liebesgeschichte. Beide sind zu stolz, ihre Gefühle einzugestehen. Erst ein geschicktes Missverständnis um ihr Testament bringt die Liebenden zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Die lustige Witwe wurde zum erfolgreichsten Bühnenwerk des frühen 20. Jahrhunderts mit über 18.000 Aufführungen allein im ersten Jahrzehnt und machte Lehár zum internationalen Star. Das Werk rettete die Operette als Gattung und brachte mit dem „Vilja-Lied" und dem Duett „Lippen schweigen" unsterbliche Melodien hervor.
