Über das Werk
„Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“ ist der erste Erzählband der früheren Tennisspielerin Andrea Petković, erschienen im Herbst 2020 bei Kiepenheuer & Witsch, als sie noch auf der WTA-Tour spielte. Die autobiografisch grundierten Erzählungen verbinden den Profisport mit Literatur und Musik. Die erste Bühnenfassung erarbeiteten Theresa Thomasberger und Carlotta Huys für das Staatstheater Darmstadt, in der Stadt, in der Petković aufwuchs; die Uraufführung in Thomasbergers Regie ist für den 17. Oktober 2026 im Kleinen Haus angesetzt.
Handlung
Die Geschichten führen von einer Kindheit, die mit der Flucht der Familie aus Jugoslawien nach Deutschland beginnt, über den Aufstieg bis unter die zehn besten Spielerinnen der Welt bis zu Nächten in New York. Es geht um Begegnungen auf dem Platz, etwa mit Steffi Graf und Ashleigh Barty, um Selbstzweifel und Ehrgeiz, Verletzungen und den Umgang mit dem eigenen Körper im Leistungssport, um die Einsamkeit in Hotelzimmern, um Rivalinnen, aus denen Freundinnen werden, und um eine zwischen Serbien und Deutschland geteilte Identität. Die Bühnenfassung setzt diese Erzählungen zu einer theatralen Collage zusammen.
Kulturelle Bedeutung
Das Buch wurde als ungewöhnliches literarisches Debüt einer Spitzensportlerin wahrgenommen. Ijoma Mangold lobte es in der Zeit als psychologisch schonungslos und literarisch kraftvoll, Gerald Kleffmann in der Süddeutschen Zeitung als nachdenklich und witzig, merkte aber einen Hang zu Superlativen an.