Über das Werk
Zoroastre ist eine Tragédie lyrique von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto des Freimaurers Louis de Cahusac. Die Uraufführung am 5. Dezember 1749 an der Pariser Oper fiel nur mäßig erfolgreich aus, weil dem Werk zunächst eine Liebeshandlung fehlte; eine ab 1752 grundlegend überarbeitete Fassung, uraufgeführt am 20. Januar 1756, wurde deutlich erfolgreicher und stand noch 1770 zur Eröffnung des neuen Pariser Opernhauses auf dem Programm.
Handlung
Der edle Feuerpriester Zoroastre kämpft in Baktrien gegen den finsteren Magier Abramane um Herrschaft und Glauben. In der überarbeiteten Fassung verwickelt ihn dies zusätzlich in eine Liebesgeschichte zwischen der eifersüchtigen Prinzessin Érenice und der ihm zugeneigten Amélite, mit der er sich am Ende vereint.
Kulturelle Bedeutung
Cahusac nutzte den persischen Feuer- und Lichtkult, um auf freimaurerische Ideale von Aufklärung und Initiation anzuspielen; nach rund 200 Jahren Bühnenabwesenheit brachten William Christie und Les Arts Florissants das Werk zurück ins Repertoire.