Über das Werk
„Zemire und Azor“ ist eine romantische Oper in zwei Akten von Louis Spohr, entstanden 1818/19 während seiner Zeit als Opernleiter in Frankfurt am Main. Das Libretto von Johann Jakob Ihlée nach Marmontels Versen für Grétrys gleichnamige Oper wurde am 4. April 1819 am Frankfurter Stadttheater unter Spohrs eigener Leitung uraufgeführt.
Handlung
Die Oper folgt dem Märchenstoff von der Schönen und dem Biest: Um ihren Vater zu retten, willigt Zemire ein, bei dem ungeheuerlich erscheinenden Azor zu leben. Als sie ihn trotz seiner Gestalt als gütig erkennt und ihm in seiner Verzweiflung beisteht, löst sich der Bann, und Azor verwandelt sich zurück in einen jungen Prinzen.
Kulturelle Bedeutung
Die Premiere war ein Erfolg und wurde vom Frankfurter Kritiker Ludwig Börne positiv besprochen; die Oper blieb bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Repertoire deutscher Bühnen.