Über das Werk
Zanaida ist eine Opera seria von Johann Christian Bach nach einem Libretto Giovanni Gualberto Bottarellis, der Pietro Metastasios „Siface, re di Numidia“ bearbeitete und den Schauplatz von Nordafrika nach Persien verlegte. Es war Bachs zweite Oper für London und wurde am 7. Mai 1763 im King's Theatre am Haymarket uraufgeführt.
Handlung
Eine politische Hochzeit zwischen der türkischen Prinzessin Zanaida und dem persischen König Tamasse soll den Frieden zwischen beiden Reichen sichern. Tamasse verliebt sich jedoch in die Botschaftertochter Osira, lässt Zanaida einsperren und zum Tode verurteilen. Erst Zanaidas Vergebung führt zur Versöhnung aller Beteiligten.
Kulturelle Bedeutung
Die Primadonna Anna de Amicis musste eine Arie auf Wunsch des Publikums wiederholen, doch die Oper erreichte nur fünf Vorstellungen vor der Sommerpause. Die Originalpartitur galt lange als verloren, bis sie in einer Privatsammlung wiederentdeckt wurde; heute gilt Zanaida als Beispiel für Bachs Vermittlung zwischen galantem Stil und Wiener Klassik.
