Über das Werk
Opéra comique in drei Akten von Ferdinand Hérold nach einem Libretto von Mélesville (Anne-Honoré-Joseph Duveyrier), uraufgeführt am 3. Mai 1831 an der Pariser Opéra-Comique anlässlich der Wiedereröffnung des Hauses unter neuer Leitung. Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert in Sizilien bei Melazzo.
Handlung
Der Pirat Zampa erzwingt vom Kaufmann Lugano die Hand von dessen Tochter Camille, obwohl sie bereits Alphonse verlobt ist. Beim Hochzeitsfest steckt er spöttisch seinen Ring an die Hand einer Marmorstatue – das Abbild der Alice, die er einst verführt und dem Tod überlassen hatte. Die Statue schließt die Hand und gibt den Ring nicht mehr frei; als Zampa dennoch auf der Hochzeit besteht, zieht ihn die zum Leben erwachte Statue inmitten eines Ausbruchs des Ätna in die Tiefe, während Camille Alphonse heiraten kann.
Kulturelle Bedeutung
Zampa wurde nach der Uraufführung rasch zu einer der erfolgreichsten französischen Opern des 19. Jahrhunderts und erreichte an der Opéra-Comique bis 1913 fast 700 Aufführungen; auch in Deutschland und Italien setzte sich das Werk früh durch. Bis heute lebt vor allem die Ouvertüre im Konzert- und Blasmusikrepertoire fort, während die vollständige Oper nur noch selten gespielt wird.
