Über das Werk
Zaide ist ein unvollendetes deutsches Singspiel, das Mozart 1779/80 komponierte und 1781 liegen ließ; Ouvertüre, Schlussteil und die gesprochenen Dialoge fehlen bis heute. Das Libretto stammt von Johann Andreas Schachtner. Uraufgeführt wurde das Fragment erst postum, am 27. Januar 1866 in Frankfurt am Main.
Handlung
Sultan Soliman begehrt die versklavte Europäerin Zaide, die jedoch den Mitgefangenen Gomatz liebt. Mit Hilfe des Sultansvertrauten Allazim versuchen die beiden zu fliehen, werden aber wieder eingefangen. Das erhaltene Material bricht ab, während die drei den zornigen Sultan um Gnade bitten.
Kulturelle Bedeutung
Mit seinem Thema von Sklaverei und Willkürherrschaft gilt „Zaide" als ernster Vorläufer der komischen „Entführung aus dem Serail", die Mozart zwei Jahre später vollendete.