Über das Werk
Wladimir Majakowski. Eine Tragödie ist Majakowskis erstes Theaterstück, im Sommer 1913 geschrieben und am 2./4. Dezember 1913 im Petersburger Lunapark-Theater uraufgeführt – inszeniert von und mit dem 20-jährigen Autor in der Hauptrolle. Ursprünglich sollte das Stück „Die Eisenbahn“ oder „Der Aufstand der Dinge“ heißen; ein Zensor verwechselte jedoch den Autorennamen mit dem Titel, und dieser blieb seither bestehen.
Handlung
Der Dichter Wladimir Majakowski tritt inmitten einer Ansammlung grotesker Gestalten – Krüppel, Puppen, Masken – als fragmentierte Hauptfigur auf. Gegenstände lösen sich aus ihrer gewohnten Zweckbestimmung und durchkreuzen die menschliche Ordnung; eine durchgehende Handlung im herkömmlichen Sinn gibt es nicht.
Kulturelle Bedeutung
Mit dem Stück demonstrierte Majakowski den programmatischen Bruch des futuristischen Theaters mit naturalistischen und symbolistischen Traditionen. Die Premiere geriet zum Skandal: Das Publikum reagierte zunächst mit Unverständnis und wurde erst im Verlauf des Abends zustimmend, während die Presse überwiegend ablehnend urteilte.