White Passing
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White Passing

Sarah Kilter
Theater · 2021
Zeitgenossen

Über das Werk

„White Passing“ ist ein Theaterstück der Berliner Autorin Sarah Kilter und gehörte 2021 zu den drei Siegertexten des Stückewettbewerbs der Autor:innentheatertage am Deutschen Theater Berlin. Uraufgeführt wurde es am 4. September 2021 in der Langen Nacht der Autor:innen am Deutschen Theater, als Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig in der Regie von Thirza Bruncken. Im Mai 2022 erschien der Text als Stückabdruck in Theater heute.

Handlung

Im Zentrum steht eine namenlose junge Künstlerin, „Sie“, mit deutscher und algerischer Familiengeschichte, der man diese Herkunft weder am Aussehen noch am Namen anmerkt. Inzwischen lebt sie in Charlottenburg, umgeben von Freund:innen aus gut situierten Akademikerfamilien wie Max, Jule und Thomas. Als die ihr zum Geburtstag eine Überraschung bereiten wollen, flieht sie nachts quer durch Berlin in den Wedding, in die Gegend um die Badstraße, wo sie früher mit ihrem Vater gelebt hat. Ein namenloser Chor sowie eine Lehrerin und ein Arzt als typisierte Stimmen der Mehrheitsgesellschaft begleiten ihren Weg mit Kommentaren.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück nimmt Herkunftszuschreibungen, das Leben zwischen zwei sozialen Welten und die Blase des Theaterbetriebs satirisch und selbstironisch aufs Korn. 2022 war es für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen; im selben Jahr entstand eine Hörspielfassung von rbb und Deutschlandfunk Kultur in der Regie von Nick-Julian Lehmann, und Sarah Kilter wurde in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsdramatikerin des Jahres gewählt.

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