Über das Werk
Henrik Ibsen schrieb Wenn wir Toten erwachen 1899 in Christiania, das Manuskript war am 21. November fertig; das Stück erschien am 22. Dezember 1899 bei Gyldendal gleichzeitig in Kopenhagen, Christiania, Stockholm und Berlin, wegen hoher Vorbestellungen in 14.000 Exemplaren. Nach einer Lesung im Londoner Theatre Royal Haymarket im Dezember 1899 fand die erste vollständige Bühnenaufführung am 26. Januar 1900 am Hoftheater Stuttgart statt, noch vor der norwegischen Erstaufführung.
Handlung
Der alternde Bildhauer Arnold Rubek begegnet auf einer norwegischen Kurstation seiner einstigen Muse Irene wieder, die einst für sein Hauptwerk „Auferstehungstag“ Modell stand und ihn verließ, weil er sie darüber hinaus nicht als Mensch wahrnahm. Während Rubeks junge Frau Maja sich einem Jäger zuwendet, nähern sich Rubek und Irene wieder an und steigen gemeinsam auf einen Berg. Eine Lawine reißt beide in den Tod.
Kulturelle Bedeutung
Ibsen bezeichnete das Stück, sein letztes, selbst als „Epilog“ zu der mit Nora begonnenen Werkreihe. Zeitgenossen empfanden es als anspruchsvolle, bühnentechnisch schwierige Summe seines Schaffens; es gilt seither als sein dramaturgisches Vermächtnis zum Verhältnis von Kunst, Leben und verpasster Erfüllung.
