Über das Werk
Waldmeister ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) nach einem Libretto von Gustav Davis – die einzige seiner Operetten mit deutscher statt österreichischer oder ausländischer Kulisse. Die Uraufführung fand am 4. Dezember 1895 am Theater an der Wien statt, mit Alexander Girardi in einer Hauptrolle.
Handlung
Lehrlingsförster geraten bei einem Gewitter in eine sächsische Waldmühle, wo ein Botanikprofessor und die Sängerin Pauline in Liebeswirren um den Forstintendanten Tymoleon verstrickt werden, der eigentlich mit Freda verlobt ist, aber eine andere liebt. Ein aus Versehen mit Waldmeister gebrautes Bowle-Getränk verschärft die Verwechslungen, bis sich am Ende die richtigen Paare finden.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk erreichte an der Uraufführungsstätte 88 Vorstellungen; der einflussreiche Kritiker Eduard Hanslick lobte nach der Premiere die Orchestrierung, auch Johannes Brahms, mit Strauss befreundet, äußerte sich anerkennend. Gegenüber Erfolgen wie „Die Fledermaus" oder „Der Zigeunerbaron" blieb „Waldmeister" dennoch im Schatten und wird heute selten gespielt.
