Über das Werk
Carlo Goldoni schrieb die Komödie 1761 in venezianischem Dialekt mit chioggiottischen Einfärbungen; sie wurde 1762 am Teatro San Luca in Venedig uraufgeführt und war eines der letzten Stücke, die er vor seiner Übersiedlung nach Paris in Italien verfasste.
Handlung
In der Lagunenstadt Chiozza schenkt der Bootsführer Toffolo der mit dem Fischer Titta-Nane verlobten Lucietta ein Stück Kürbis und weckt damit die Eifersucht der ihm zugetanen Checca. Aus dem Wortgefecht wird eine handfeste Rauferei, in die Ehemänner, Brüder und Nachbarn hineingezogen werden – bis der besonnene Isidoro, Gehilfe des Strafkanzlers, die Vorwürfe als bloßen Streit unter jungen Leuten entlarvt und den Tag mit einer Dreifachhochzeit versöhnlich beschließt.
Kulturelle Bedeutung
Goldoni selbst sah in dem Stück seinen radikalsten Versuch, einfache Leute auf die Bühne zu bringen: Die Handlung spielt fast durchweg im Freien, die Sprache mischt venezianische und chioggiottische Formen. Schon Goethe diskutierte, wie sich der eigentlich unübersetzbare Titel ins Deutsche übertragen ließe.
