Über das Werk
Vampire’s Mountain ist ein Bildertheaterabend des französischen Regisseurs und Bühnenbildners Philippe Quesne, der Konzept, Regie, Bühne und Kostüme verantwortet. Das Stück entstand als Quesnes erste Arbeit am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und brachte Mitglieder seiner Kompanie Vivarium Studio mit dem Hamburger Ensemble zusammen; die Uraufführung fand im Oktober 2025 im großen Haus statt.
Handlung
Sieben zerzauste Vampire steigen aus der Unterbühne in eine Gebirgslandschaft mit Fichtenwald, verschwinden in einem aufrecht stehenden Sarg und spielen mit Skiern, Leitern und den Knochen verunglückter Bergsteiger wie mit Spielzeug. Der Wald weicht einem verschneiten Bergpanorama, Gletscher brechen, am Ende bleibt die nackte, grell beleuchtete Bühne, und die Vampire verwandeln sich in Fledermäuse. Gesprochen wird wenig; Orgel, Flöte, Klavier, Lieder und eine Bach-Kantate tragen den Abend, Lord Byrons Gedicht „Darkness“ aus dem Jahr ohne Sommer 1816 liefert den Grundton.
Kulturelle Bedeutung
Quesne nutzt den Vampirmythos, um vom Ende der Welt im Zeichen der Klimakrise zu erzählen, und spielt dabei mit Motiven aus Romantik, Literatur und Film bis zu Kubricks „The Shining“. Die Kritik beschrieb den Abend als melancholischen, komischen und absurden Abschied vom irdischen Dasein; einzelnen Stimmen fehlte die Dringlichkeit.