Über das Werk
„Valuska“ ist Péter Eötvös' 13. und letzte Oper – seine erste in ungarischer Sprache – nach László Krasznahorkais Roman „Die Melancholie des Widerstands“ (1989); das Libretto schrieben Kinga Keszthelyi und Mari Mezei. Die Uraufführung fand am 2. Dezember 2023 in den Eiffel Art Studios der Ungarischen Staatsoper Budapest statt; die deutsche Fassung komponierte Eötvös parallel.
Handlung
In eine ungarische Kleinstadt zieht ein Wanderzirkus mit einem verwesenden ausgestopften Wal und einem rätselhaften, kaum verständlichen dreiäugigen „Fürsten“ ein. Gerüchte um den Fürsten schaukeln sich zu gewaltsamen Unruhen hoch; der gutherzige, einfältige János Valuska, der nur Gutes will, wird dabei unverschuldet ins Verhängnis gezogen und schließlich in eine Anstalt eingewiesen.
Kulturelle Bedeutung
Eötvös nannte das Werk eine „Tragikomödie mit Musik“ beziehungsweise groteske Oper; ein Chor zerlegt Sprache bis auf einzelne Buchstaben, die Titelpartie schrieb er für den Tenor Zsolt Haja. Die Uraufführung erhielt 2024 einen International Opera Award in der Kategorie Weltpremiere und einen Artisjus-Preis als beste klassische Komposition des Jahres.