Über das Werk
Komödie in drei Akten von Georges Feydeau, uraufgeführt am 9. Januar 1894 im Théâtre du Palais-Royal in Paris. Das Stück begründete eine ununterbrochene Erfolgsserie für Feydeau und gilt als einer der Höhepunkte des klassischen französischen Vaudeville.
Handlung
Der Lebemann Fernand de Bois d'Enghien will sich von seiner Geliebten, der Chansonsängerin Lucette Gautier, lösen, um standesgemäß eine wohlhabende Erbin zu heiraten. Weil Lucette sich weigert, ihn ziehen zu lassen, und ausgerechnet bei der Verlobungsfeier seiner Braut auftritt, gerät Fernands Fluchtversuch aus der alten Beziehung in ein immer turbulenteres Durcheinander aus Zufällen und Verwechslungen.
Kulturelle Bedeutung
Am Abend der Uraufführung wurde Feydeau mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet – ein seltener Beleg für die schnelle Anerkennung, die ihm dieses Stück als noch jungem Autor einbrachte. Un fil à la patte gilt bis heute als eines der meistgespielten Werke des klassischen Boulevardtheaters.
