Ulisse
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Ulisse

Luigi Dallapiccola
Oper · 1968

Über das Werk

Oper in einem Prolog und zwei Akten von Luigi Dallapiccola nach einem eigenen, an Homers Odyssee und Dantes „Göttlicher Komödie" orientierten Libretto – sein letztes und umfangreichstes Werk, an dem er acht Jahre arbeitete. Die deutschsprachige Uraufführung unter dem Titel „Odysseus" in der Übersetzung von Karl-Heinrich Kreith fand am 29. September 1968 im Rahmen der Berliner Festwochen an der Deutschen Oper Berlin unter Lorin Maazel statt.

Handlung

Die Oper folgt Odysseus' Irrfahrten in dreizehn locker verbundenen Bildern, von der Begegnung mit Kalypso und der Unterweltsfahrt über Kirke und die Sirenen bis zur Heimkehr nach Ithaka, wobei die dunkel instrumentierte Hades-Szene das symmetrisch angelegte Werk in seiner Mitte trägt.

Kulturelle Bedeutung

Dallapiccola verwendet für das gesamte Werk ein einziges Zwölftonreihen-Netz, das aus einer Grundreihe namens „Mare I" abgeleitet ist, und verdichtet damit seine kompositorische Grundhaltung zu einer geschlossenen musikalischen Summe seines Schaffens. Als sein letztes vollendetes Bühnenwerk gilt Ulisse als Vermächtnis eines Komponisten, der zeitlebens um die Stellung des Menschen zwischen Freiheit und Ausgeliefertsein rang.

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