Über das Werk
Träume in Europa ist ein Bühnentext des deutschen Autors Wolfram Lotz nach seinem gleichnamigen Prosaband (S. Fischer Verlag, 2026). Die Textgrundlage besteht aus bearbeiteten Traumberichten, die Lotz über mehrere Jahre aus Internetforen quer durch Europa zusammengetragen hat. Die Uraufführung der Bühnenfassung inszenierte Sebastian Hartmann am 9. Mai 2026 am Staatsschauspiel Dresden.
Handlung
Der Text montiert rund hundert überarbeitete Traumberichte aus europäischen Internetforen zu einer fortlaufenden Textfläche ohne durchgehende Handlung oder feste Figuren. Wiederkehrende Motive sind Familie, Eltern und Geschwister, unterbrochen von vereinzelten zeitgenössischen Gestalten; laute Gewalt oder Albträume klammert die Sammlung bewusst aus. Auf der Bühne versammeln sich zehn Darstellende an einem großen Tisch, begleitet von Live-Klavier und elektronischen Klängen.
Kulturelle Bedeutung
Das Projekt setzt Lotzs dokumentarische Arbeitsweise aus "Heilige Schrift I" (2022) fort und wird von der Kritik in der Tradition romantischer Sammlungen von Volksdichtung sowie archivarischer Gegenwartsliteratur verortet.
