Über das Werk
Henrik Ibsen begann Stützen der Gesellschaft im Oktober 1875 und vollendete es im Juni 1877; das vieraktige Schauspiel erschien am 11. Oktober 1877 in Kopenhagen und war mit 6.000 Exemplaren binnen sieben Wochen vergriffen. Die Uraufführung fand am 14. November 1877 am Odense Teater in Dänemark statt – als erste Ibsen-Uraufführung überhaupt außerhalb Norwegens –, vier Tage vor der Premiere am Königlichen Theater Kopenhagen.
Handlung
Der wohlhabende Werftbesitzer Konsul Bernick hat seinen Ruf über Jahre auf verschwiegenen Verfehlungen und krummen Geschäften aufgebaut. Als seine frühere Verlobte Lona und deren Stiefbruder Johan aus Amerika zurückkehren und drohen, seine Vergangenheit offenzulegen, gerät Bernick unter Druck. Er lässt ein seeuntüchtiges Schiff auslaufen, ohne zu wissen, dass sein eigener Sohn an Bord ist, und bekennt sich am Ende, von Lona gedrängt, öffentlich zu seiner Schuld.
Kulturelle Bedeutung
Als erstes Prosastück und erstes der sogenannten Gesellschaftsdramen Ibsens markiert das Werk den Beginn seiner realistischen Schaffensphase. Es wurde vor allem an deutschen Bühnen zu Ibsens bis dahin größtem Erfolg und lief bis Ende 1878 an rund 27 Theatern in Deutschland und Österreich.
