Sly
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Sly

Ermanno Wolf-Ferrari
Oper · 1927
Tragödie

Über das Werk

Dramma lirico in drei Akten von Ermanno Wolf-Ferrari nach einem Libretto von Giovacchino Forzano, das ursprünglich für Giacomo Puccini vorgesehen war. Grundlage ist die Rahmenhandlung („Induction“) aus Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ um den betrunkenen Landstreicher Christopher Sly, die Forzano zu einer eigenständigen Tragödie weiterentwickelte. Die Uraufführung fand am 29. Dezember 1927 an der Mailänder Scala statt, mit Aureliano Pertile und Mercedes Llopart in den Hauptpartien.

Handlung

Der mittellose Dichter Sly wird betrunken in einer Schenke aufgegriffen; der Earl of Westmoreland lässt ihn zum Scherz auf sein Schloss bringen und ihm einreden, sein bisheriges Leben sei nur ein Traum gewesen. Als der Schwindel öffentlich auffliegt, wird Sly gedemütigt in einem Kellerverlies eingesperrt. Dolly, Westmorelands Geliebte, die an dem Streich beteiligt war, hat sich inzwischen wirklich in ihn verliebt – doch als sie ihm ihre Liebe gesteht, hat sich Sly bereits mit einer Glasscherbe die Pulsadern aufgeschnitten und stirbt.

Kulturelle Bedeutung

Anders als seine komischen Goldoni-Opern steht „Sly“ in der Tradition des späten Verismo und gilt als eines der letzten bedeutenden Werke dieser Stilrichtung, die in den 1920er Jahren ausklang.

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