Über das Werk
Siroe (re di Persia) ist eine Opera seria in drei Akten von Leonardo Vinci nach einem Libretto von Pietro Metastasio. Die Uraufführung fand am 2. Februar 1726 am Teatro San Giovanni Grisostomo in Venedig statt, mit Marianna Benti Bulgarelli und Nicolò Grimaldi in den Hauptrollen – Vincis erste Zusammenarbeit mit Metastasio.
Handlung
Der persische König Cosroe will entgegen dem Erstgeburtsrecht seinen jüngeren Sohn Medarse zum Nachfolger machen und stößt damit auf Widerstand. Die als Page Idaspe verkleidete Prinzessin Emira, die Cosroe für die Tötung ihres Vaters hasst, liebt heimlich den Thronfolger Siroe. Durch Intrigen Medarses und der verschmähten Laodice wird Siroe fälschlich der Verschwörung gegen seinen Vater bezichtigt und zum Tode verurteilt; ein General täuscht die Vollstreckung nur vor, das Volk erhebt sich, und am Ende vergibt Cosroe allen und bestätigt Siroe als Thronfolger, der Emira heiratet.
Kulturelle Bedeutung
Vincis Vertonung war so erfolgreich, dass sie außerplanmäßig ans Ende der venezianischen Saison gesetzt wurde. Das Libretto wurde danach mehr als 35-mal vertont, unter anderem von Georg Friedrich Händel (1728) und Johann Adolph Hasse (1733).