Sigurd
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Sigurd

Ernest Reyer
Oper · 1884

Über das Werk

Sigurd ist eine Oper in vier Akten und neun Bildern von Ernest Reyer nach einem Libretto von Camille du Locle und Alfred Blau, das den Stoff der Nibelungensage und der Edda aufgreift. Nach ersten Skizzen ab 1862 und einer 1867 im Wesentlichen fertiggestellten Fassung verzögerte sich die aufwendige Orchestrierung erheblich; die Uraufführung fand erst am 7. Januar 1884 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel statt.

Handlung

Anders als in Wagners „Ring“ ist das Übernatürliche in Reyers Fassung des Nibelungenstoffs zurückgedrängt und weitgehend durch das Wirken des Schicksals ersetzt. Im Zentrum steht die tragische Liebe zwischen dem Helden Sigurd und der Königin Brunehild, verstrickt in Intrigen um Treue und Verrat.

Kulturelle Bedeutung

Nachdem Aufführungsversuche an der Pariser Oper zunächst scheiterten, gelangte das Werk über Brüssel zum Erfolg: Innerhalb eines Jahres folgten Aufführungen am Royal Opera House Covent Garden, in Lyon und Monte Carlo, ehe Sigurd am 12. Juni 1885 auch an der Pariser Oper Einzug hielt. Das Werk gilt neben „Salammbô“ als Hauptwerk Reyers, der sich als Kritiker schon früh für Berlioz und Wagner einsetzte.

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