Über das Werk
Shoppen & Ficken ist das erste abendfüllende Theaterstück des britischen Dramatikers Mark Ravenhill. Produziert von Out of Joint, wurde es im September 1996 im Royal Court Theatre Upstairs in London unter der Regie von Max Stafford-Clark uraufgeführt.
Handlung
Die jungen Londoner Mark, Robbie und Lulu schlagen sich zwischen Gelegenheitsjobs, Partys und Drogen durchs Leben. Als Mark eine Beziehung mit dem Stricher Gary beginnt und sich um ein geordneteres Leben bemüht, geraten Robbie und Lulu in gefährliche psychologische Spielchen, die eskalieren. Konsum und käuflicher Sex werden zur Sprache einer Generation, die im Niemandsland nach dem Thatcherismus nach Halt sucht.
Kulturelle Bedeutung
Als eines der prägenden Stücke des britischen In-yer-face-Theatre der 1990er sorgte das Stück bei seiner Uraufführung mit seiner expliziten Gewalt- und Sexdarstellung für Kontroversen und wurde zugleich für seinen schwarzen Humor gelobt. Die deutschsprachige Erstaufführung inszenierte Thomas Ostermeier am 17. Januar 1998 in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin; die deutsche Fassung von Robin Detje liegt beim Rowohlt Theaterverlag.