Über das Werk
Semiramide ist eine Opera seria von Antonio Salieri nach Pietro Metastasios Libretto „Semiramide riconosciuta“ von 1729. Sie entstand für den Münchner Karneval und wurde am 14. Januar 1782 im Residenztheater München uraufgeführt.
Handlung
Nach dem heimlich herbeigeführten Tod ihres Gatten Nimrod verbirgt Königin Semiramide dessen Tod, gibt sich selbst als ihn aus und regiert verkleidet als Mann – verstrickt zugleich in ihre geheime Liebe zu Fürst Scitalce –, bis ihre wahre Identität am Ende ans Licht kommt.
Kulturelle Bedeutung
Salieri komponierte das Werk ein Jahr nach Mozarts Münchner „Idomeneo“ für dasselbe Haus; die Titelpartie sang mit Elisabeth Wendling dieselbe Sopranistin, die zuvor die Elettra in Mozarts Oper verkörpert hatte. Musikwissenschaftliche Studien sehen in Salieris Vertonung einen Schlusspunkt der langen Tradition, Metastasios halbes Jahrhundert altes Libretto neu zu vertonen.