Über das Werk
"Schwanda, der Dudelsackpfeifer" (tschechisch "Švanda dudák") ist eine Volksoper in zwei Akten von Jaromír Weinberger nach einem tschechischen Libretto von Miloš Kareš, das auf Josef Kajetán Tyls Schauspiel vom Dudelsackpfeifer von Strakonice beruht; die deutsche Fassung stammt von Max Brod. Die Uraufführung fand am 27. April 1927 am Prager Nationaltheater unter Otakar Ostrčil statt, die deutschsprachige Erstaufführung am 16. Dezember 1928 in Breslau.
Handlung
Der beste Dudelsackpfeifer der Gegend, Schwanda, lebt glücklich mit seiner Frau Dorota, bis der verfolgte Räuber Babinsky bei ihnen Unterschlupf findet und ihn mit einer verzauberten, stets trauernden Königin lockt. Schwandas Spiel bringt sie zum Lachen, doch als er sie heiraten soll, taucht Dorota auf und lässt ihr Herz wieder erstarren; Schwanda wird zum Tode verurteilt. Babinsky rettet ihn und muss ihn später sogar mit einem Kartentrick aus der Hölle befreien, bevor Schwanda geheilt von seiner Abenteuerlust zu Dorota heimkehrt.
Kulturelle Bedeutung
"Schwanda" war die erste tschechische Oper seit Smetanas "Die verkaufte Braut", die international reüssierte, und wurde in den folgenden Jahren an zahlreichen europäischen Bühnen nachgespielt; die "Polka und Fuge" aus dem zweiten Akt ist bis heute ein eigenständiges Konzertstück.
