Schuld und Schein
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Schuld und Schein

Ulf Schmidt
Theater · 2013
Zeitgenossen

Über das Werk

„Schuld und Schein. Ein Geldstück“ ist ein Theatertext des deutschen Dramatikers Ulf Schmidt über die Funktionsweise des Geld- und Finanzsystems; vertreten wird er vom Verlag der Autoren. Im November 2012 bot Schmidt die Uraufführungsrechte über die Auktionsplattform eBay an, den Zuschlag bekam für 55 Euro das Metropoltheater München. Dort brachte Jochen Schölch das Stück am 4. Juli 2013 mit einem fünfköpfigen Ensemble zur Uraufführung.

Handlung

Statt einer durchgehenden Handlung reiht das Stück 24 kurze, bildhafte Szenen und Zwischenspiele aneinander, in denen zehn Typen vom Sparer bis zum Staatsbanker auftreten. Es zeichnet nach, wie aus dem Goldstück zunächst der Schuldschein wird und wie sich über Kredite, Zinsen und Derivatehandel ein System immer weiter aufbläht, bis es in der Finanzkrise zu platzen droht. Im Blick steht, wie sich viele einzelne Schulden zu einer Krise des ganzen Systems summieren, in der sich die Verantwortung verflüchtigt.

Kulturelle Bedeutung

Die Münchner Uraufführungsinszenierung blieb über Jahre im Repertoire und erreichte bis 2022 mehr als 100 Vorstellungen. Sie wurde 2014 bei den 10. Wasserburger Theatertagen als beste Inszenierung ausgezeichnet und belegte 2015 bei den 33. Bayerischen Theatertagen in Bamberg den zweiten Platz beim Publikumspreis. Schon vor der Premiere hatte die Versteigerung der Rechte bei eBay bundesweit Aufmerksamkeit erregt.

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