Über das Werk
„Sabotage“ ist eine Komödie der Autorin und Regisseurin Yael Ronen. Sie inszenierte das Stück selbst; die Uraufführung fand am 4. Dezember 2025 im Saal B der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin statt, mit Dimitrij Schaad, Carolin Haupt, Eva Meckbach und Konrad Singer. Gespielt wird eine deutsche Fassung von Irina Szodruch.
Handlung
Der jüdische Dokumentarfilmer Jona Lubnik, bislang wenig erfolgreich, will einen Film über den israelischen Philosophen Jeschajahu Leibowitz drehen, einen scharfen Kritiker der israelischen Besatzungspolitik. Seine Frau, eine ehrgeizige Neurologin, fürchtet, das Projekt könne ihre Karriere beschädigen, und wittert Sabotage. Die Konflikte des Paares landen in Therapiesitzungen, während der Bruder der Therapeutin nach einem Schlaganfall zu halluzinieren beginnt. Am Ende setzt Jona seinen Film durch, und Leibowitz selbst kommt in Dokumentarfragmenten zu Wort.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück verhandelt, wie Jüdinnen und Juden und nichtjüdische Deutsche im Schatten des Gaza-Kriegs miteinander und mit Kritik an Israel umgehen. Die Kritik reagierte geteilt: Gelobt wurden Pointen und Dimitrij Schaads Spiel, bemängelt die Fülle an Nebenhandlungen.