Rocky
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Rocky

Stephen Flaherty
Musical · 2012

Über das Werk

Rocky ist ein Musical mit der Musik von Stephen Flaherty, Liedtexten von Lynn Ahrens und einem Buch von Thomas Meehan und Sylvester Stallone. Es basiert auf dem oscarprämierten Film „Rocky" (1976), zu dem Stallone das Drehbuch schrieb und die Titelrolle spielte. Die Uraufführung fand am 18. November 2012 im TUI Operettenhaus in Hamburg statt – in deutscher Sprache, produziert von Stage Entertainment und inszeniert von Alex Timbers. 2014 folgte die Broadway-Produktion im Winter Garden Theatre (Eröffnung 13. März 2014, mit Andy Karl in der Titelrolle), choreografiert von Steven Hoggett und Kelly Devine. Das Musical verbindet Flahertys neue Songs mit ikonischen Film-Themen wie „Gonna Fly Now" und dem interpolierten „Eye of the Tiger".

Handlung

Philadelphia, Mitte der 1970er: Rocky Balboa schlägt sich als kleiner Preisboxer und Geldeintreiber durch, ohne echte Perspektive. Schüchtern wirbt er um Adrian, die zurückhaltende Schwester seines Freundes Paulie. Als der Schwergewichts-Weltmeister Apollo Creed für einen PR-trächtigen Titelkampf einen unbekannten Herausforderer sucht, fällt die Wahl auf den „Italian Stallion" Rocky. Unter dem mürrischen Trainer Mickey nimmt Rocky ein hartes Training auf und kämpft weniger um den Sieg als darum, die volle Distanz zu überstehen und sich selbst zu beweisen, dass er kein Niemand ist. Getragen von Adrians Liebe steigt er in einen Ring, der sich beim finalen Kampf in den Zuschauerraum schiebt – ein Höhepunkt, für den Teile des Publikums an die Bühne geholt werden.

Kulturelle Bedeutung

Rocky überträgt einen der bekanntesten Underdog-Stoffe des Kinos auf die Musicalbühne und ist ein seltenes Beispiel für ein Broadway-Musical, das seine Uraufführung in Deutschland erlebte: Hamburg wurde 2012 zum Startpunkt, bevor die Show 2014 an den Broadway zog. Songwriter Flaherty und Ahrens (bekannt durch „Ragtime" und „Anastasia") sowie Buchautor Thomas Meehan („Annie", „Hairspray", „The Producers") verankern die Geschichte im klassischen Musical-Handwerk. In Erinnerung geblieben ist vor allem die Inszenierung des Schlusskampfes: Ein voll funktionsfähiger Boxring fährt in den Saal, Zuschauer der ersten Reihen werden zu „Ringside"-Rängen auf die Bühne umgesetzt – ein theatraler Kraftakt, der Sportspektakel und Live-Erlebnis verschmilzt.

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