Über das Werk
Ritter Pásmán ist eine komische Oper in drei Akten und das einzige abendfüllende Opernwerk von Johann Strauss (Sohn). Das Libretto schrieb Ludwig Dóczi nach der ungarischen Verserzählung „Pázmán lovag" von János Arany; die Uraufführung leitete Strauss selbst am 1. Januar 1892 an der Wiener Hofoper.
Handlung
Im Ungarn der Renaissance küsst bei einer Jagdgesellschaft ein Unbekannter die Frau des Ritters Pásmán. Aus verletztem Stolz verlangt Pásmán zur Wiedergutmachung, die Frau des Täters küssen zu dürfen – und muss erkennen, dass es sich um König Karl Robert von Anjou handelte, sodass ihm ausgerechnet ein Kuss von der Königin zusteht.
Kulturelle Bedeutung
Trotz großer Erwartungen an Strauss' einziges Opernwerk fiel die Kritik wegen des als banal empfundenen Librettos verhalten aus, und die Hofoper setzte das Werk nur neun Mal an. Einzelne Nummern wie die Csárdás mit ihrem ungewöhnlichen Cimbal-Einsatz blieben im Konzertrepertoire lebendig.
