Über das Werk
„Freiheitsoper“ in drei Akten, komponiert 1848 in Wien während der Revolutionsjahre, zu der Lortzing selbst das Libretto schrieb. Wegen ihrer liberalen Tendenz konnte die Oper zu Lortzings Lebzeiten nicht aufgeführt werden; erst in einer von Adolph L'Arronge stark bearbeiteten Fassung kam sie 1899 an der Königlichen Oper Berlin zur Uraufführung. Die Originalfassung galt lange als verschollen und wurde erst 1998 in Gelsenkirchen erstmals gespielt.
Handlung
1848 wird ein Streik der Arbeiter einer Fabrik beigelegt, woraufhin der Unternehmer seine Tochter Regina dem Werksleiter Richard verlobt. Marodierende Freischärler stören die Feier; der ebenfalls um Regina werbende Werkmeister Stephan entführt sie und besetzt mit den Aufständischen die Fabrik. Im Revolutionschaos erschießt Regina Stephan, um eine drohende Sprengung des Pulverturms zu verhindern.
Kulturelle Bedeutung
„Regina“ gilt als Lortzings ungewöhnlichstes Werk: eine politisch radikale Oper, die als eine der ersten überhaupt in einer Fabrik unter streikenden Arbeitern spielt. Die von Peter Konwitschny inszenierte Gelsenkirchener Wiederentdeckung der Originalfassung wurde 1998 vielbeachtet und brachte Konwitschny die Auszeichnung als Opern-Regisseur des Jahres ein.