Über das Werk
„RCE #RemoteCodeExecution“ ist ein dystopischer Roman der deutsch-schweizerischen Autorin Sibylle Berg, der im April 2022 bei Kiepenheuer & Witsch erschien. Er bildet den zweiten Teil einer Trilogie, die mit „GRM. Brainfuck“ begann, greift dessen Figuren auf und lässt sich doch für sich lesen. Die Bühnenfassung von Kay Voges und Sibylle Baschung wurde am 25. April 2024 am Berliner Ensemble in der Regie von Voges uraufgeführt; im Mai 2024 folgte eine weitere Inszenierung von Wilke Weermann am Theater Münster.
Handlung
In naher Zukunft sind große Teile der Welt verwüstet, Gesundheitswesen und Polizei privatisiert, und Konzerne wie Banken bestimmen Politik und Bildung. Während sich die meisten Menschen mit Überwachung und Verarmung abgefunden haben, plant eine kleine Gruppe von Hacker:innen aus dem Tessin einen digitalen Umsturz. Über Remote Code Execution, das Ausführen von Code auf fremden Rechnern, wollen sie Informationen über das ausbeuterische System verbreiten, Geldströme und Lieferketten umlenken und so eine Revolution auslösen.
Kulturelle Bedeutung
Der Roman stieg im Mai 2022 als höchster Neueinsteiger auf Platz 14 der Spiegel-Bestsellerliste ein; die Kritik lobte Bergs Wechsel zwischen postpunkigem und lakonischem Ton, bemängelte aber technische Längen. Für die Uraufführung arbeitete ein elfköpfiges Videoteam mit KI-generierten Bildern, Texten und Klängen und wurde in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ 2024 für das „Video des Jahres“ ausgezeichnet.