Über das Werk
„Proserpin” ist eine Oper in einem Akt von Joseph Martin Kraus nach einem Libretto von Johan Henrik Kellgren, das auf einem von König Gustav III. selbst verfassten Entwurf nach Philippe Quinaults „Proserpine” beruht. Sie wurde am 6. Juni 1781 im Schloss Ulriksdal bei Stockholm uraufgeführt, allerdings nur für eine einzige Vorstellung vor dem Hof.
Handlung
Auf Sizilien verliebt sich der Sterbliche Atis in die Göttin Proserpin, Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres, und verlässt dafür seine Verlobte Cyane. Der Unterweltgott Pluto begehrt Proserpin ebenfalls und entführt sie mit Cyanes Hilfe in sein Reich, während man sie auf Sizilien vergeblich sucht.
Kulturelle Bedeutung
Der Erfolg der höfischen Uraufführung machte Kraus' Karriere: Er wurde daraufhin zum Vize-Kapellmeister der Königlich Schwedischen Oper und zum Direktor der Königlichen Musikakademie berufen. Öffentlich zu sehen war „Proserpin” danach fast 200 Jahre lang nicht mehr – erst 1980 kam es im Schlosstheater Drottningholm zu einer Wiederaufführung.