Über das Werk
Pique Dame ist eine Operette in zwei Akten von Franz von Suppé nach einem Libretto von S. Strasser – nicht zu verwechseln mit Tschaikowskis gleichnamiger Oper nach Puschkin. Sie wurde im Juni 1864 im Grazer Thalia-Theater uraufgeführt und erreichte nie die Wiener Bühne.
Handlung
Der mittellose Musikkopist Emil liebt Hedwig, das Mündel des reichen Fabian Muker, der selbst um sie wirbt. Emils Mutter Judith, eine Wahrsagerin, weist Muker mit der Pik-Dame-Karte Unglück voraus und lockt ihn damit auf einen Maskenball, wo sie ihn bloßstellt. Am Ende enthüllt Judith, dass Emil in Wahrheit Mukers Neffe und Erbe eines ihm vorenthaltenen Vermögens ist; Muker muss der Verbindung von Emil und Hedwig zustimmen.
Kulturelle Bedeutung
Kritiker lobten „frische, melodiöse Musik“, vermissten aber Eigenständigkeit gegenüber Offenbach und Verdi, und das Bühnenwerk geriet rasch in Vergessenheit. Bekannt blieb allein die 1867 veröffentlichte Ouvertüre, die als Konzertstück und – Jahrzehnte später – als Stummfilmmusik verbreitet war.