Über das Werk
Pimpinone oder Die ungleiche Heirat ist ein komisches Zwischenspiel (Intermezzo) in drei Teilen von Georg Philipp Telemann nach einem deutschen Libretto von Johann Philipp Praetorius, das auf Pietro Pariatis italienischem Text zu Tomaso Albinonis gleichnamiger Oper beruht. Die Uraufführung war am 27. September 1725 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt, eingelegt zwischen die Akte von Telemanns Bearbeitung von Händels „Tamerlano" anlässlich der Hochzeit Ludwigs XV.
Handlung
Die Kammerzofe Vespetta bringt den wohlhabenden, alternden Junggesellen Pimpinone dazu, sie zu heiraten. Kaum ist die Ehe geschlossen, dreht sie den Spieß um und herrscht über ihn, bis das Paar im offenen Streit endet und Vespetta die Zuschauer vor der Ehe warnt.
Kulturelle Bedeutung
Mit seinem Wechsel von italienischen Da-capo-Arien und deutschen Rezitativen nimmt Pimpinone die komische Wendung der Oper vom mythologischen Stoff zum Alltagsstück vorweg und gilt als Vorläufer der Opera buffa, etwa von Pergolesis „La serva padrona".