Über das Werk
Pigmalion ist ein einaktiges Acte de ballet von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto von Ballot de Sauvot, das auf Antoine Houdar de la Mottes „Le triomphe des arts“ (1700) zurückgeht. Die Uraufführung am 27. August 1748 an der Pariser Oper blieb zunächst wenig beachtet, doch nach einer Wiederaufnahme 1751 und einer Aufführung am Hof 1754 wurde das Werk zu einem von Rameaus meistgespielten Stücken mit über 200 Vorstellungen im 18. Jahrhundert.
Handlung
Der Bildhauer Pigmalion hat sich in eine von ihm geschaffene Statue verliebt und vernachlässigt darüber seine Verlobte Céphise. Auf sein Flehen erweckt Amor die Statue zum Leben; sie lernt singen und tanzen, während Amor Céphise einen passenderen Geliebten zuführt.
Kulturelle Bedeutung
Rameau soll das Werk in nur acht Tagen komponiert haben; seit einer Notenausgabe von 1913 gilt es als eines seiner am häufigsten aufgeführten Ein-Akt-Werke und inspirierte im 18. Jahrhundert mehrere Parodien.
