Über das Werk
Padmâvatî ist ein Opéra-ballet in zwei Akten von Albert Roussel nach einem Libretto von Louis Laloy, das auf einer indischen Legende um die Königin von Chitor beruht. Die Uraufführung fand am 1. Juni 1923 an der Pariser Opéra unter der Leitung von Philippe Gaubert statt.
Handlung
Bei der Belagerung der Festung Chitor durch den muslimischen Herrscher Alaouddin fordert dieser die schöne Königin Padmâvatî als Preis für den Rückzug seiner Truppen. Um Schande abzuwenden, tötet Padmâvatîs Gemahl Ratan-Sen sie mit ihrem Einverständnis, bevor sie sich gemeinsam mit den Frauen der Stadt dem Freitod durch Feuer ergibt.
Kulturelle Bedeutung
Mit ausgedehnten Tanzszenen und der Choreografie von Léo Staats gilt Padmâvatî als Roussels bedeutendstes Bühnenwerk und als eine der letzten großen opéras-ballets der französischen Operngeschichte; das Werk erreichte bis 1947 39 Vorstellungen an der Pariser Opéra.
