Über das Werk
„OST“ ist ein Theatertext von Wolfram Höll, den das Schauspiel Leipzig als Auftragswerk bestellt hat. Die Uraufführung in der Regie von Thirza Bruncken ist für den 11. Dezember 2026 in der Diskothek, einer Spielstätte des Schauspiels Leipzig, angesetzt.
Handlung
Der Text verfolgt die Geschichte einer Familie über mehrere Generationen und Zeitebenen, von den 1930er Jahren bis 2025. Er beginnt mit der Hungersnot 1933 in Charkiw und der Verschleppung zur Zwangsarbeit in eine Rüstungsfabrik im anhaltischen Coswig 1941/42, führt über ein Familientreffen im Jahr 1962 und Lebenswege zwischen Ukraine, Polen und DDR bis in den Osten Deutschlands der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die Figuren Mascha und Dussja.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück geht der Frage nach, wie Hunger, Deportation und Zwangsarbeit in Biografien, Familien und Erinnerungen fortwirken. Es ist nach „Und dann“, „Drei sind wir“, „Disko“ und „Niederwald“ die fünfte Uraufführung eines Höll-Stücks am Schauspiel Leipzig; zwei davon erhielten den Mülheimer Dramatikpreis. Zur Rezeption liegen vor der Premiere noch keine Angaben vor.