Orpheus
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Orpheus

Georg Philipp Telemann
Oper · 1726

Über das Werk

Orpheus (vollständiger Titel „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus") ist eine Oper von Georg Philipp Telemann nach einem anonymen, auf Michel Du Boullays Libretto „Orphée" (1690) zurückgehenden Text. Die Uraufführung war am 9. März 1726 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt; die Partitur galt lange als verschollen, bis sie in den 1970er Jahren wiederentdeckt und 1994 unter René Jacobs an der Berliner Staatsoper neu uraufgeführt wurde.

Handlung

Orasia, die verwitwete Königin von Thrakien, liebt den Sänger Orpheus, der sie zurückweist, weil er Eurydike liebt. Statt eines glücklichen Ausgangs lässt Telemann Orasia aus Eifersucht Eurydikes Tod herbeiführen und verweigert damit das zeittypische Lieto fine.

Kulturelle Bedeutung

Ungewöhnlich ist die Dreisprachigkeit des Werks: Deutsche Rezitative treiben die Handlung voran, während Arien und Chöre zwischen Deutsch, Französisch und Italienisch wechseln – ein Abbild der kosmopolitischen Hamburger Gänsemarktoper und ihrer international besetzten Sängerensembles.

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