Über das Werk
Oper in drei Akten von Gaspare Spontini nach einem Libretto von Armand-Michel Dieulafoy und Charles Brifaut, das auf Voltaires gleichnamiger Tragödie von 1761 beruht. Die Uraufführung fand am 22. Dezember 1819 an der Pariser Oper statt; nach verhaltener Aufnahme zog Spontini das Werk nach sieben Vorstellungen zurück und arbeitete es mehrfach um.
Handlung
Im Ephesos des Jahres 308 v. Chr. lebt Olimpie, die totgeglaubte Tochter Alexanders des Großen und der Statira, unerkannt als Sklavin unter dem Namen Aménais. Zwei rivalisierende Feldherren, Cassandre und Antigone, werben um sie, während Statira, verkleidet als Priesterin, Cassandre des Mordes an Alexander bezichtigt; erst als Antigone im dritten Akt gesteht und stirbt, können Cassandre und Olimpie zueinanderfinden.
Kulturelle Bedeutung
Spontini ersetzte nach dem Misserfolg von 1819 das ursprünglich tragische Ende durch einen versöhnlichen Schluss; die von E. T. A. Hoffmann übersetzte Berliner Fassung von 1821 wurde mit 78 Vorstellungen deutlich erfolgreicher als das Pariser Original. Gegen die aufkommende Konkurrenz Rossinis konnte sich das als altmodisch empfundene Libretto jedoch nicht dauerhaft behaupten.
