Über das Werk
„Non(n)sens“ (Original: „Nunsense“) ist eine Musical-Comedy des US-Amerikaners Dan Goggin, der Buch, Musik und Liedtexte schrieb. Den Anstoß gab eine Grußkartenserie mit einer schlagfertigen Nonne, aus der Goggin zunächst das Kabarettprogramm „The Nunsense Story“ und danach ein abendfüllendes Musical entwickelte. Die Uraufführung in seiner eigenen Regie fand am 12. Dezember 1985 im Cherry Lane Theatre am New Yorker Off-Broadway statt. Die deutsche Fassung stammt von Markus Weber und Thomas Woitkewitsch, bearbeitet von Benjamin Baumann; deutschsprachig war das Stück erstmals am 7. Dezember 1989 im Wiener Graumann-Theater zu sehen.
Handlung
Die Köchin der Kleinen Schwestern von Hoboken hat mit einer verdorbenen Vichyssoise 52 Ordensfrauen vergiftet, während die übrigen beim Bingo waren. Mit dem Erlös eines Grußkartenverkaufs konnte die Oberin fast alle bestatten, kaufte dann aber einen Videorekorder – vier Tote lagern deshalb noch in der Tiefkühltruhe. Um die restlichen Begräbnisse zu bezahlen, veranstalten fünf Schwestern in einer Schulaula, auf deren Bühne noch die Kulissen einer „Grease“-Aufführung stehen, eine bunte Show. Mit Solonummern, Tanzeinlagen und einem Quiz für das Publikum treten die Oberin, ihre ehrgeizige Stellvertreterin, eine Nonne aus Brooklyn, eine Novizin mit Ballerina-Träumen und die gedächtnislose Schwester Mary Amnesia ins Rampenlicht.
Kulturelle Bedeutung
Die New Yorker Produktion lief rund zehn Jahre und brachte es auf 3.672 Vorstellungen; nach „The Fantasticks“ ist „Nunsense“ damit die zweitlängste Off-Broadway-Produktion. Das Musical gewann vier Outer Critics Circle Awards, darunter als bestes Off-Broadway-Musical, und wurde in zahlreiche Sprachen übertragen. Goggin ließ mehrere Fortsetzungen und Ableger folgen, etwa „Nunsense II: The Second Coming“ und das Weihnachtsmusical „Nuncrackers“.