Nach dem Leben
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Nach dem Leben

Hirokazu Koreeda
Theater · 1998
DramaZeitgenossen

Über das Werk

„Nach dem Leben“ geht auf den Spielfilm „Wandafuru Raifu“ (international „After Life“) des japanischen Regisseurs und Drehbuchautors Hirokazu Koreeda zurück, der am 11. September 1998 beim Filmfestival Toronto Premiere hatte. Die Bühnenfassung schrieb der britische Dramatiker Jack Thorne nach einem gemeinsamen Konzept mit der Bühnenbildnerin Bunny Christie und dem Regisseur Jeremy Herrin. Uraufgeführt wurde sie im Juni 2021 im Dorfman Theatre des National Theatre in London, als Koproduktion mit Headlong in der Regie von Herrin. Die deutsche Übersetzung stammt von John Birke.

Handlung

Eine unscheinbare Dienststelle ist die Zwischenstation zwischen Leben und Tod: Jeden Montag treffen dort frisch Verstorbene ein und haben bis zum Ende der Woche Zeit, mit Hilfe der Mitarbeitenden eine einzige Erinnerung auszuwählen – ihren glücklichsten Moment. Dieser Moment wird mit einfachsten Mitteln nachgestellt, etwa mit einem Regen aus Kirschblüten; in ihm verbringen sie die Ewigkeit, alles andere vergessen sie. Während die Neuankommenden ihr Leben durchgehen, zeigt sich, dass auch die Betreuenden einmal gelebt haben und an diesem Ort geblieben sind.

Kulturelle Bedeutung

Der Film verschaffte Koreeda internationale Aufmerksamkeit, lief in über 30 Ländern und erhielt 1998 beim Filmfestival San Sebastián den FIPRESCI-Preis. Die Londoner Bühnenfassung sollte schon 2020 herauskommen und wurde wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben; seit 2025 ist das Stück auch auf deutschsprachigen Bühnen zu sehen.

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