Über das Werk
„Moneyland“ ist ein Theaterstück von Alexander Kerlin, Dramaturg, Autor und Chefdramaturg am Schauspiel Köln. Die Uraufführung ist für den 26. September 2026 im Kleinen Haus des Schauspiels Köln angesetzt, in der Regie von Kay Voges, mit dem Kerlin seit seiner Dortmunder Zeit immer wieder Theaterarbeiten entwickelt hat. Das Stück gehört zu den drei Uraufführungen, mit denen das Haus die erste Spielzeit nach der Rückkehr an den Offenbachplatz eröffnet.
Handlung
Der Dokumentarfilmer Noah, bekannt für kritische Blicke auf die Gegenwart, reist für ein Interview mit der Tech-Milliardärin Ava Park in die Wüste, wo sie sich tief unter der Erde einen Luxusbunker bauen lässt. Parks Firma Atlas Analytics beliefert Militär und Polizei mit Software, die aus riesigen Datenmengen die nächsten Schritte eines Gegners vorhersagen soll. Heikel wird der Dreh, weil Noahs Tochter June, eine überzeugte Antifaschistin, verdächtigt wird, an einem Anschlag auf Park beteiligt gewesen zu sein. Als die Bunker-KI Samantha prophezeit, dass Noah selbst ein Verbrechen an Park begehen wird, verschwimmen für ihn Wirklichkeit und Fiktion.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück beschäftigt sich mit digitaler Kriegsführung und mit neuen Bündnissen zwischen Techkapitalismus und autoritärer, rechter Politik; im Zentrum steht die Frage, was aus Schuld, Macht und Notwehr wird, wenn Algorithmen Taten ankündigen, bevor sie geschehen. Kerlin arbeitet seit Langem an der Verbindung von Theater und Digitalität und gehörte in Dortmund zu den Gründern der Akademie für Theater und Digitalität.
